2020 Dez.

Die AS 33 wird zum elektrischen Eigenstarter!

Unter der Typenbezeichnung AS 33 Me wird unser neuester 18m-Segler mit elektrischem Antriebssystem ausgerüstet!

Inzwischen können wir mit dem „Turboantrieb“ der ASG 32 El und dem Eigenstarter AS 34 Me schon zwei serienreife, elektrische Antriebssysteme vorweisen. Gleichzeitig steigt auch bei den Segelfliegern das Interesse am Elektroflug immer mehr. Einfache Bedienung und reduzierter Wartungsaufwand sind dabei schlagkräftige Argumente.

Eigenstart und genügend Reserve

Bisher blieb aber den schlankeren Rümpfen unserer 18m Wettbewerbs- flugzeuge der Einbau des leistungsstarken und hundertfach bewährten Wankelantriebs und somit der Eigenstart verwehrt. Die einfachere und kompaktere Bauweise von Elektroantrieben eröffnet inzwischen auch im Segelflug immer mehr neue Möglichkeiten.

Somit ist es nur die logische Konsequenz, mit dem für die AS 34 Me entwickelten Antrieb auch den neuen 18m Wettbewerbssegler AS 33 zum Eigenstarter zu machen und somit in der Typenbezeichnung das Kürzel „Me“ hinzuzufügen. Das macht aber nur Sinn, wenn nach einem möglichen Eigenstart – und das auch bei einer maximal möglichen Abflugmasse von 600 kg – noch genügend Batteriekapazität für einen Heimkehrflug mit Motorkraft zur Verfügung steht. Das werden bei der AS 33 Me anschließend auch mehr als 120 km Reichweite sein.

Sicherheit und einfachste Bedienung

In den Innenflügeln untergebrachte Lithium-Ionen-Zellen, umgeben von einem Sicherheitsgehäuse, versorgen den 35 kW EMRAX-Motor im Rumpf. Ein speziell entwickelter Propeller aus eigener Fertigung sorgt für den kraftvollen Schub. Der Motorregler ist ebenfalls im Rumpf-Motorraum untergebracht.

Die einfache und sehr intuitive Bedienung des Elektroantriebs ist – wie bei der AS 34 Me – im unteren Teil des Instrumentenpanels untergebracht. Hier befindet sich auch das Bediengerät mit seiner farbigen Anzeige, das mit einem Blick Auskunft über den Ladestand der Akkus, die Motordrehzahl und die Temperaturen gibt.

Ein ausgeklügeltes Batterie-Management-System (BMS) überwacht die Zellen der Flügelbatterien sowohl bei der Leistungsabgabe als auch während des Ladevorgangs.

Ein weiterer großer Vorteil des Elektroantriebs ist, dass das Steigen auch in größerer Höhe nicht spürbar abnimmt, während Verbrenner-Motoren dort doch deutliche Leistungseinbußen hinnehmen müssen. Zudem verursacht die komplett eingefahrene Triebwerkseinheit im reinen Segelflug keinerlei zusätzlichen Widerstand.

AS 33 Me und AS 33 Es!

Dennoch wird es die AS 33 auch weiterhin als „Es“ mit dem bisherigen, als reine Heimkehrhilfe ausgelegten Antriebssystem auf Basis des Zwei-Zylinder-Zweitaktmotors Solo 2350 geben, um im Wettbewerb einen noch größeren Spielraum bezüglich der Flächenbelastung nutzen zu können. Auch bei diesem Triebwerkssystem setzen wir durch den Elektrostarter und die innovative Motorsteuerung auf eine Triebwerksbedienung, wie sie einfacher und zuverlässiger nicht sein kann, durchaus vergleichbar mit einem Elektroantrieb.

Technische Daten

 

Spannweite 18 m 59 ft
Flügelfläche 10 m² 107,6 sqft
Flügelstreckung 32,4
Leermasse 415 kg 915 lbs
Max. Abflugmasse 600 kg 1322 lbs
Min. Flächenbelastung 47,7 kg/m² 9,8 lbs/sqft
Max. Flächenbelastung 60 kg/m² 12,3 lbs/sqft
Geringstes Sinken 0,52 m/s 102 ft/min
Gleitzahl 56

EMRAX-Motor (luftgekühlt)

Max. Wellenleistung 35 kW
Max. Wellendauerleistung 25 kW
Batterie-Kapazität 8,6 kWh

Motorflugleistungen (500 kg / 1100 lbs)

Startrollstrecke 270 m 886 ft
Startstrecke (15 m-Hindernis) 400 m 1313 ft
Steigen (35 kW) 3,3 m/s 649 ft/min

Restkapazität als Heimkehrhilfe

nach Start auf 500 m (25 kW, 500 kg)
Steigen 2,0 m/s 394 ft/min.
Steighöhe 1900 m 6234 ft
Reichweite 130 km 80 mi / 70 nm

Änderungen in Konstruktion und Ausführung ohne vorherige Ankündigung bleiben vorbehalten

 

Mehr Informationen zu möglichen Ausstattungsvarianten lassen wir Ihnen gerne in Form eines Angebots zukommen. Kontaktieren Sie uns einfach unter: info@alexander-schleicher.de